Florian Feuerwehrmanagement

Geräte & Prüfungen

Im Modul Geräte & Prüfungen verwalten Sie das gesamte Inventar Ihrer Wehr — von der Beschaffung über die Zuordnung zu Fahrzeugen und Mitgliedern bis zur lückenlosen Überwachung wiederkehrender Prüfungen. Ziel ist, dass kein Prüftermin unbemerkt verstreicht und jedes Gerät jederzeit auffindbar und einem Verantwortlichen zugeordnet ist.

Ein Gerät anlegen

  1. Öffnen Sie Geräte in der Seitenleiste und klicken Sie auf Neues Gerät.
  2. Erfassen Sie die Stammdaten (siehe Gerätefelder). Typ und Bezeichnung sind Pflichtfelder. Die Menge muss mindestens null sein.
  3. Tragen Sie bei Bedarf eine vorhandene Standort-ID ein. Eine Fahrzeugzuordnung aus der Inventarerfassung und ein Eintrag im Beladungsplan sind davon getrennte Angaben.
  4. Pflegen Sie zugehörige Prüfungen im dafür vorgesehenen Prüfungsbestand; die normale Geräteanlage legt keine Prüfung automatisch an (siehe Prüftypen & Intervalle).
  5. Speichern Sie. Das Gerät erhält eine interne ID. Einen vorhandenen Barcode oder QR-Inhalt erfassen Sie zusätzlich als Inventarcode (EAN/QR).

Hinweis: Beim Speichern werden Pflichtfelder und die Menge geprüft. Typ und Bezeichnung dürfen jeweils höchstens 200 Zeichen lang sein. Angaben wie Standort oder Mitglied verweisen auf vorhandene Datensätze; eine unbekannte Verknüpfung wird nicht gespeichert.

Gerätefelder

Im normalen Geräteformular sind Typ und Bezeichnung erforderlich. Die übrigen Angaben ergänzen Sie nach Bedarf. Die Inventarerfassung führt zusätzliche Werte, die nicht alle im normalen Bearbeitungsformular erscheinen.

Feld Bedeutung
Typ Geräteklasse (z. B. Schlauch, Pressluftatmer, Maske, Lungenautomat)
Bezeichnung Anzeigename des Geräts
Hersteller Herstellende Firma
Herstellungsdatum Datum der Herstellung
Seriennummer Seriennummer des Herstellers
Inventarnummer Interne Inventar-/Bestandsnummer der Wehr
Lieferant Beschaffende Firma / Händler
Beschaffung Beschaffungsdatum bzw. -vorgang
Menge Stückzahl (für Sammelposten)
Größe Größenangabe, wo relevant (z. B. Stiefel, Maske)
Standort-ID Referenz auf einen vorhandenen Standort; keine Fahrzeug-ID
Inventarcode (EAN/QR) Gespeicherter Inhalt des Geräte-Barcodes oder QR-Codes
Ausgabedatum Datum der Ausgabe an ein Mitglied
Lebensdauer Erwartete Nutzungsdauer
Ausmusterung Datum der Aussonderung
Preis Anschaffungspreis
Monatliche Kosten Laufende Kosten pro Monat
Datenblatt-URL Link zum Hersteller-Datenblatt oder Prüfhandbuch
Kommentar Freitext für Zusatzinformationen
Zusätzliche Inventarerfassungswerte Unter anderem Kategorie, Zustand, Fahrzeug/Beladeplatz, Herstellernummer, Garantieende und fünf Custom-Werte; nicht sämtlich im normalen Geräteformular bearbeitbar

Hinweis: Die Datenblatt-URL speichert die Adresse eines Herstellerdokuments. Das normale Geräteformular bietet dafür ein Eingabefeld; eine eigene Schaltfläche zum Öffnen oder ein Dokumentupload ist dort nicht enthalten.

Kategorieabhängige Eingaben der Inventarerfassung sind von den fünf Custom-Werten getrennt. Ein normales Geräteformular zeigt daher nicht automatisch alle Angaben einer Kategorie. Fahrzeug/Beladeplatz, Standort-ID und Sollbeladung beschreiben unterschiedliche Zuordnungen; siehe Fahrzeuge & Beladung.

Berechtigungen beim Bearbeiten

Für die Geräteseite benötigen Sie das Recht Anzeigen im Modul Geräte. Zum Anlegen, Bearbeiten oder Löschen muss zusätzlich die jeweilige Aktion erlaubt sein; reine Leserechte erlauben keine Änderungen. Feldrechte können einzelne Angaben ausblenden und Änderungen daran verhindern. Eine Änderung an einem schreibgeschützten Feld wird beim Speichern zurückgewiesen. Bereits gespeicherte, nicht sichtbare Angaben bleiben bei einer zulässigen Änderung anderer Felder erhalten.

Die Seite prüft die Berechtigung beim Speichern erneut. Wurde Ihnen die Berechtigung während einer geöffneten Bearbeitung entzogen oder Ihr Konto deaktiviert, kann die Änderung deshalb abgelehnt werden. Verwalten kann die einzelnen Aktionen einschließen; ausdrückliche Verbote bleiben wirksam. Lassen Sie passende Modul- und Feldrechte in der Rollenverwaltung prüfen.

Geräte zuordnen

Ein Gerät steht selten für sich allein. Florian kennt zwei Arten der Zuordnung.

Gerät zu Gerät

Über die übergeordnete Zuordnung hängen Sie ein Gerät an ein anderes. Typische Fälle:

  • Ein Lungenautomat und eine Maske gehören zu einem bestimmten Pressluftatmer.
  • Eine Flasche ist einem Atemschutzgerät fest zugeteilt.
  • Zubehör bildet gemeinsam mit dem Hauptgerät eine Einheit.

Damit wird eine übergeordnete Gerätebeziehung gespeichert. Daraus entsteht keine automatische Fahrzeug-Beladung oder gesonderte Nachweisakte.

Gerät zu Mitglied

Über die Mitglieds-Zuordnung weisen Sie ein Gerät einer Person zu — etwa persönliche Schutzausrüstung, die einem aktiven Mitglied dauerhaft überlassen wurde. In Kombination mit dem Ausgabedatum entsteht daraus ein einfacher Ausgabe-Nachweis.

Hinweis: Zuordnungen sind jederzeit lösbar und änderbar. Wird ein Mitglied auf den Status ausgetreten gesetzt, prüfen Sie, ob dessen zugeordnete Geräte zurückzugeben oder neu zuzuordnen sind.

Prüftypen & Intervalle

Prüfungen bestehen aus zwei Bausteinen: dem Prüftyp (was wird geprüft und in welchem Rhythmus) und der konkreten Prüfung am einzelnen Gerät (wann zuletzt, wann als Nächstes, mit welchem Ergebnis).

Prüftypen

Ein Prüftyp beschreibt eine Prüfungsart und ihr Intervall. Die API stellt vorhandene Prüftypen lesend bereit. Auf der hier beschriebenen normalen Geräte- und Prüffristenseite gibt es derzeit keine eigene Maske „Neuer Prüftyp“. Lassen Sie benötigte Prüftypen über einen tatsächlich bereitgestellten Verwaltungsablauf Ihrer Installation pflegen; die Fristenübersicht selbst legt keine Typen an.

Prüfungsbestand und Fälligkeiten

Ein Prüfungsdatensatz verbindet ein Gerät mit einer Prüfungsart sowie Prüfdatum, nächster Fälligkeit und gegebenenfalls Ergebnis und Prüfer. Die normale Gerätebearbeitung erfasst die Gerätestammdaten; ein zusätzlicher Reiter zum Anlegen von Prüfungen wird dort nicht angeboten. Nutzen Sie für die Pflege den jeweils bereitgestellten Prüfungsablauf Ihrer Installation.

Die Seite Prüffristen zeigt fällige und überfällige Prüfungen für das gewählte Zeitfenster. Sie ist eine Übersicht. Ein gespeicherter Gerätedatensatz allein erzeugt weder einen Prüfungsnachweis noch einen automatisch fortgeschriebenen Prüftermin. Prüfen Sie nach einer Prüfung, ob Ergebnis und nächste Fälligkeit tatsächlich hinterlegt sind.

Achtung: Geräteprüfungen und personenbezogene Atemschutz-Nachweise sind unterschiedliche Bestände. Überwachen Sie die für Ihre Ausrüstung und Mitglieder erforderlichen Nachweise in den jeweiligen Modulen. Dieses Handbuch legt keine fachlichen oder gesetzlichen Prüfintervalle fest.

Inventarcode und Scan

Erfassen Sie im Feld Inventarcode (EAN/QR) den tatsächlichen Inhalt des vorhandenen Etiketts. Eine interne Geräte-ID und ein frei gewählter Inventarcode sind unterschiedliche Werte. Prüfen Sie, welchen Inhalt Ihr Etikett enthält, bevor Sie es im Inventurablauf verwenden.

Im Geräteformular können Sie den Code eingeben oder die Schaltfläche Scannen verwenden, wenn der Browser Kamera-Scanning unterstützt. Ist die Funktion nicht verfügbar, zeigt das Formular einen Hinweis zur manuellen Eingabe. Ein Hardware-Scanner mit Tastatureingabe kann den Code in das fokussierte Eingabefeld übertragen.

Eine Mehrfachauswahl mit der Aktion „QR-Etiketten drucken“ wird auf der normalen Geräteseite derzeit nicht angeboten. Verwenden Sie vorhandene Etiketten beziehungsweise den für Ihre Inventarerfassung bereitgestellten Druckablauf. Offline-Erfassung und späterer Abgleich sind je nach Oberfläche gesonderte Funktionen; ein erfolgreicher Online-Scan belegt keine Offline-Speicherung.

Siehe auch

  • Inventur & Barcode — Bestandsaufnahme mit Scanner und Kamera, sperrbare Inventurlisten.
  • Atemschutz — G26-Untersuchungen, Übungen, Einsätze und die Prüffristen der Atemschutz-Geräte.
  • Fahrzeuge & Beladung — Beladungspläne, Funkrufnamen und HU/AU-Fristen.